Einblicke in unsere Arbeit

Die Betreuung unserer Bewohnerinnen und Bewohner erfolgt nach einem ganzheitlichen Pflegeverständnis.

Die Bewohnenden genießen Autonomie. Sie entscheiden, wie, wann und mit welchen Mitteln sie versorgt werden. Dies gilt sowohl für das tägliche Wohl, ein gutes Essen, ein Gläschen Wein oder Bier und auch die Zigarette danach, als auch die Medikation.

Es wird niemand gezwungen, gegen seinen Willen ein oder auch mehrere Medikamente einzunehmen.

Gegen den Willen des Bewohners werden keine Maßnahmen durchgeführt. Freiheitsentziehende Maßnahmen werden nicht angewendet. Bei der Pflege werden die individuellen Wünsche berücksichtigt. Dies gilt auch für den Ort, an dem die Pflege durchgeführt wird.

Menschen die zu uns kommen, befinden sich meist in einer physischen sowie psychischen Ausnahmesituation. Schmerzen und die Symptome der Krankheit machen oft ein „normales Leben“ nicht mehr möglich. Auch emotional sind die Gäste einer sehr schwierigen Situation ausgeliefert, nämlich der Auseinandersetzung mit dem nahenden Abschied vom Leben und den Lieben.

Unser Ziel ist es, die Bewohnerinnen und Bewohner in dieser Situation mit all ihren Eigenheiten anzunehmen, aufzufangen, zu begleiten, zu unterstützen, und sie bis zuletzt ein lebenswertes Leben möglichst ohne Schmerzen zu ermöglichen.

Die Bewohner haben sich bei uns keinen Plänen unterzuordnen, keine Essenszeiten einzuhalten, und entscheiden ihren Tagesablauf immer selbst. Jede Entscheidung, die zu treffen ist, entscheidet er oder sie; nach diesen Anweisungen wird gehandelt. Bei uns wird ein „Nein“ genau so akzeptiert, wie ein „Ja“.

Unser Anliegen ist es, dass der Bewohner und die Bewohnerin ihre Wünsche und Sorgen äußert, um uns so die Möglichkeit zu geben, danach zu handeln.

„DEN Bewohner“ gibt es bei uns nicht, da jeder Mensch mit seinen ganz eigenen Wünschen, Ängsten und Problemen zu uns kommt. Jeder Mensch ist einmalig, unwiederholbar, unverwechselbar, unersetzbar und individuell. So vielfältig wie unsere Bewohner und Bewohnerinnen sind, so vielfältig ist auch unsere Betreuung. Daher spielt es für uns auch keine Rolle, welche Sprache, Herkunft oder Heimat er hat, oder welche religiöse Anschauung er vertritt.

Entsprechend der christlichen und humanistischen Grundausrichtung dieses Hospizes wird jedem Menschen die Fürsorge gegeben, die er sich wünscht. Seelsorge wird angeboten, aber nicht aufgedrängt.

Wenn die Sorge um das Leibliche dann Linderung bringt, öffnet sich manch einer dem Gespräch mit jemandem, dem man sich anvertrauen möchte und ringt gemeinsam mit ihm um eine Antwort auf die Frage nach Sinn und Widersinn seines Schicksals.

 

Gerne können Sie auch hier den Videobeitrag zum 20. Wiesbadener Hospiztag ansehen.

 
 



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